Kräftig die Werbetrommel gerührt hat der neu gestartete Rudolstädter Greifenverlag. Leere Dosen mit einem aktuellen Verlags-Buchcover, in der Leipziger Straßenbahn verteilt, konnten Messe-Besucher gestern gegen eine Dose Tomatensuppe eintauschen.
«Ein Gag», sagt Verleger Holger H. Elias - der kurzzeitig eine Menschenschlange vor dem Stand verursacht. Im vergangenen Jahr wurde der einst renommierte und nach der Wende in den Ruin getriebene Greifenverlag neu gegründet. Künftig wolle er seine Bücher ausschließlich digital statt im Offset-Verfahren drucken, erzählt Elias. So sind kleinere Auflagen möglich. Ab Mai soll die neue Druckerei in der Nähe von Bad Köstritz loslegen.
Auch die Entwicklungen rund ums e-book behält Elias im Auge. Für Fachbücher könnte es jetzt schon interessant sein, in der Belletristik wird er aber wohl erst in sechs Jahren Fuß fassen.
Franziska Nössig / Thüringische Landeszeitung (TLZ)
Donnerstag, 18. März 2010
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